Die MH ist eine subklinische Myopathie, dies bedeutet, dass MH empfindliche Personen keine Symptome (Krankheitszeichen) haben, solange sie nicht mit den auslösenden Narkosemedikamenten in Kontakt kommen. Es gibt also keine 'einfache' Möglichkeit, um eine MH Empfindlichkeit zu erkennen. Es ist ebenfalls wichtig festzuhalten, dass auch bei Kontakt mit auslösenden Substanzen eine MH-Episode selten eindeutig erkannt werden kann.
Die MH Empfindlichkeit wird autosomal dominant vererbt. Dies bedeutet, dass die MH Empfindlichkeit geschlechtsunabhängig vererbt wird und dass statistisch die Hälfte der Kinder einer MH empfindlichen Person ebenfalls auf MH empfindlich sind. Siehe auch Vererbung.
Eine Testung auf MH ist aus folgenden Gründen wichtig:
Das einzige MH-Diagnostik Zentrum der Schweiz befindet sich am Departement Anästhesie des Universitätsspital Basel. Hier können sämtliche Möglichkeiten der MH-Diagnostik angeboten werden.
Grundsätzlich gibt es eine Testung mit einer Muskelbiopsie, der in-vitro Kontrakturtest und eine zweite, genetische Methode. Beide Tests werden in Basel durchgeführt, für die Muskelbiopsie müssen Sie zu einer ambulaten Operation nach Basel kommen, für die genetische Testung kann Blut nach Basel versandt werden.
Offensichtlich ist die genetische Testung von Vorteil, weil sie zur Blutentnahme nicht nach Basel reisen müssen (sie können dies jedoch im Rahmen der pharmakogenetischen Sprechstunde tun). Der zweite - und wohl grössere - Vorteil ist, dass keine Operation zur Muskelbiopsie notwendig ist. Es enstehen somit auch keine postoperativen Beschwerden und es kommt nicht zum Arbeitsausfall.
Die genetische Testung hat jedoch auch Nachteile:
Wenn Sie sich zur MH-Testung anmelden, so klären wir immer ab, ob bei Ihnen eine genetische Testmöglichkeit besteht oder eine Muskelbiopsie notwendig ist.
Hier finden Sie weitere Details zum in-vitro Kontrakturtest und zu genetischen Testung.