MH-Ausweis und Anhänger

Sie können bei uns Ausweise (Warnkarten) für Personen bestellen, welche auf MH empfindlich sind. Neben den Ausweisen in Kreditkartengrösse sind auch Notfall-Anhänger an.

Bitte beachten Sie, dass wir aus organisatorischen Gründen die Bezahlung der Ausweise über die Schweizerische Muskelstiftung abwickeln. Der Ausweis kann erst versandt werden, wenn uns die Schweizerische Muskelstiftung den Zahlungseingang bestätigt hat.

Provisorische Ausweise (für Kinder)

Sind Sie auf maligne Hyperthermie empfindlich, so können Sie bei uns auch Notfallausweise für Ihre Kinder bestellen. Es handelt sich hier um provisorische Ausweise, welche auch so bezeichnet sind. Im Gegensatz zum endgültigen Ausweis ist auf diesen Warnkarten der Satz "... könnte auf MH empfindlich sein" aufgebracht.

Provisorische Ausweise sind für die Kinder ein Schutz, sollten diese eine Narkose benötigen. Ganz allgemein sind jedoch provisorische Ausweise auch ein Problem. Sind zu viele provisorische Ausweise im Umlauf, resp. werden diese nicht durch definitive Ausweise ersetzt, so besteht die Gefahr, dass die Warnung 'MH positiv' nicht mehr ernst genommen wird. Wir sind bemüht, so viele definitive Diagnosen wie irgendwie möglich zu stellen und entsprechende Warnausweise aus zu stellen. Hiermit garantieren wir für MH empfindliche Personen den höchstmöglichen Schutz.

Wir testen in der Regel keine Kinder unter ca. 17 Jahren (siehe auch Diagnostik). Für Personen, welche auf MH getestet werden können stellen wir keine provisorsichen Ausweise aus.

Ausweis bei Schwangerschaft

Wenn Sie selber keine MH Empfindlichkeit haben, Ihr Partner jedoch MH positiv ist, dann hat das ungeborene Kind ein Risiko von 50%, ebenfalls MH positiv zu sein. Dies hat Auswirkungen auf die Anästhesiemedikamente, welche Ihnen als Schwangere gegeben werden dürfen. Sie müssen für die Zeit der Schwangerschaft so behandelt werden, wie wenn Sie selber MH positiv wären. 

Dies ist vor allem deshalb wichtig, weil bei einem sehr dringenden, notfallmässigen Kaiserschnitt häufig eine Allgemeinanästhesie (Vollnarkose) durchgeführt wird. Genau in diesen Situationen sind beide MH-auslösenden Medikamentengruppen (gasförmige Anästhetika und Succinylcholin) der Standard. Aus diesem Grund macht es Sinn, wenn Sie eine Warnkarte auf sich tragen.