Anästhesie bei MH-Empfindlichkeit

Auch bei Personen, welche auf MH empfindlich sind kann mit entsprechenden Vorsichtsmassnahmen problemlos eine Vollnarkose durchgeführt werden. Es ist jedoch wichtig zu realisieren, dass die auslösenden Substanzen (Triggersubstanzen) auf keinen Fall verwendet werden dürfen. Ebenfalls muss das Narkosegerät vorbereitet werden.

Bei MH empfindlichen Personen sind

  • inhalative Anästhetika (Desfluran, Sevofluran, Isofluran, Enfluran, Halothan, Aether etc) verboten.
  • Depolarisierende Muskelrelaxantien (Succinylcholin, Suxamethonium) verboten.
  • die Anästhesiearbeitsplätze vorzubereiten (Atemkalk ersetzen, Frischgasspülung)
  • die Dantrolenreserven zu überprüfen.

Lokalanästhetika wie Lidocain, Mepivacain, Procain, Tetracain sind bei MH empfindlichen Personen problemlos in der üblichen Dosierung einsetzbar. Ebenso kann (falls von der Operation her möglich) eine Teilnarkose (Regionalanästhesie) durchgeführt werden.

Details zu den Narkosemedikamenten bei MH-Empfindlichkeit finden sich hier.

Es ist im Interesse aller MH empfindlichen Personen, dass Anästhesieabteilungen, welche mit MH Triggersubstanzen arbeiten jederzeit sofort eine genügende Menge an Dantrolen an Lager halten.